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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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17
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^ p.

z. 24. Einleitung. - 17

letz:" der Gestirne gegen den Aequator, durch Rectascension und Declination

derselben, anzugeben pflegt. So hat man z. B.:

, die geogr. Länge von Ferro die geogr. Breite

für Paris 20° 0' 0" 48° 50' 14" Nördl.

ti" >/, ' Wien 34 2 30 48 12 35

chti. " Peking 134 7 30 39 54 13

^ - Quito 298 54 30 0 ,3 17 SÜdl.

tzA §. 24. (Parallelkreise, Tag- und Nachtbogen, Auf- und Untergang der

. ^ Sterne.) Alle bisher betrachteten Kreise sind größte Kreise der Kugel,

oder solche, deren Mittelpunkt zugleich jener der Kugel selbst ist. Alleinzuweilen verdienen auch die kleineren Kreise derselben eine nähere Be-

H'w- trachtnng.

-Mnkic,

' lünkh Wenn sich der Himmel in der That, wie wir bisher vorausgesetzt

urter,e- haben, täglich in der Richtung von Ost nach West um die Weltare IM'

,ü H>nj- dreht, so wird während dieser Drehung jeder Stern einen Kreis beschrei-

l!Me ben müssen, dessen Ebene senkrecht auf dieser Axe, und dessen Mittelpunkt

w lioch auch irgendwo in dieser Are liegt. Wegen dieser allen gemeinschaftlichen

senkrechten Stellung dieser Kreise gegen die Weltaxe werden sie also auchM alle unter einander parallel seyn, daher man sie Parallel kreise ge-

nannt hat. Die Peripherie dieser Kreise steht in allen ihren Punktenvon jedem Punkte der Are, also auch von jedem der beiden Weltpole lV-H,j. und gleich weit ab. Der größte ^aller dieser Parallelkreise ist der

I ^ oben (H. 11) betrachtete Aequator, deqen Mittelpunkt mit dem Mittel-

ssch.s. punkte t'- der Kugel selbst zusammen fällt, während die Mittelpunkte al-

ler übrigen Parallelkreise desto weiter von 0 entfernt oder desto näher

^ l. bei den Polen oder liegen werden, je kleiner diese Kreise selbst

ss >ss. sind. Solche Parallelkreise sind also in unserer Zeichnung der Kreis

-HH'' 88'II'K und VD'D'P.

'i?ll ski-

tüOu- 1. dlm auch von diesen himmlischen Parallelkreisen die ihnen ent-

sprechenden irdischen Parallelkreise, z. B. um aus 'II den

üttissM analogen irdischen Parallelkreis M's1"d zu erhalten, wird man von al-

, tu M len Punkten des ersten Kreises gerade Linien nach dem Mittelpunkte O

jil't M der Kugel ziehen und dadurch gleichsam die Oberfläche eines Kegels er-

teS halten, dessen Spitze in O und dessen Basis der himmlische Parallelkreis

>,W 1)!) 1)"!! ist. Diese Kegelfläche wird dann die Oberfläche der Erde in

^ dem gesuchten analogen irdischen Parallelkreise'cl"l> schneiden.

' H Auf der Oberfläche der Erde unterscheidet man vorzüglich zwei die-

ser Parallelkreise in der nördlichen sowohl, als in der südlichen Hemi-sphäre. Ltämlich die beiden Wendekreise, die von dem Aequator, zul'-h beiden Seiten deqelben, um 23V- Grad abstehen und daher durch die

">ss beiden Solstitialpunkte (§. 22. I!.) der Ekliptik gehen, und die beiden

Polarkreise, deren Peripherie von den beiden Weltpolen und IPum dieselbe Größe von 23'/? Graden absteht und die daher durch dieoben (H. 22. II.) erwähnten Pole der Ekliptik gehen.

II. Alle diese kleineren Polarkreise werden von den bisher betrach-teten größten Kreisen der Kugel, z. B. von dem Horizonte, nicht mehrin zwei gleiche, sondern oft, wie der Parallelkreis 88'H'L in zwei sehrungleiche Theile, ja öfter, wie der Parallelkreis gar nicht

H W mehr geschnitten. .