§. 21-22.
Einleitung
Süd gen West bis 300'. So ist Itli/ II/.IZ/ das Anmut des Sterns8' und iklt" — i»/>I»'" das Azimut des Sterns 8" u. st st
(Octsbepimmnng der Sterne gegen den Horizont und Meridian.)
Die>e drei Kreste oder Ebenen, die des Horizonts, des Aequatvrs unddes Meridians, sind, wie wir sogleich sehen werden, sehr geschickt, dieLage der Gestirne oder den Ort, welchen sie zu jeder Zeit am Himmeleinnehmen, zu bestimmen.
Will man nämlich die Lage eines Gestirns gegen den Horizont undMeridian bestimmen, so wird man blos; das Azimut (tz. 20) und die.Höhe (§. 10) dieses Sterns für eine bestimmte Zeit anzugeben haben.Ist z. B. das Azimut Mi" und die Höhe II" 8" des Sterns 8" gege-ben, so ist dadurch auch sofort der Ort 8" des Gestirns am Himmelbestimmt.
Wählt man aber zu diesem Zwecke den Aequator und den Meri-dian, so wird man bloß den Stundenwinkel (tz. 19) und die Deklination(H. 13) des Sterns für eine bestimmte Zeit anzugeben haben. Ist z. B.der Stundenwinkel <)()" und die nördliche Deklination y" 8" des Sterns8" gegeben, so ist dadurch auch sofort der Ort 8" des Gestirns amHimmel bestimmt.
H. 22. Rectascension und Declination, Länge und Breite der Sterne.)Allein die zwei vorhergehenden Bestimmungsarten haben den Nachtheil,daß sie dem Gestirne nicht unverändert für alle Zeiten zukommen.In der That ändern diese Gestirne durch die tägliche Bewegung desHimmels um die Axe iViV ihre Lage gegen den Horizont sowohl, alsauch gegen den Meridian in jedem Augenblicke, so daß man also,'umeine vollständige Bestimmung ihres Ortes zu erhalten, nebst Azimutund Höhe, oder nebst Stundenwinkel und Declination, auch noch dieZeit angeben müßte, für welche jene Bestimmungen statt haben sollen.Ueberdieß ändert sich der Horizont sowohl, als auch der Meridian, so-bald der Beobachter? seinen Ort auf der Oberfläche der Erde ändert.
Von diesen Nachtheilen frei ist die Lage der Gestirne, wenn mansie bloß auf den Aequator bezieht, weil dieser, durch die täglicheBewegung des Himmels, in seiner Lage gegen die Oberfläche des Him-mels selbst keine Aenderung erleidet.
I. Zu diesem Zwecke nimmt man irgend einen festen Punkt V desAequatvrs, den man den Frühlingspunkt nennt, und zählt von ihmin der Richtung VlZO oder von Süd gen Ost die Abstände der Stun-den- oder Declinations-Kreise (H. 13). Diese Abstände, welche manNectascen sionen oder gerade Aufsteigungen nennt, geben, wennman sie mit den bereits oben (H. 13) erwähnten Declinationen ver-bindet, die gesuchte einfache und vollständige Ortsbestimmung des Sterns.Ist z. B. die Rectascension Vl)" und die nördliche Declination ()" 8"eines Sterns 8" gegeben, so ist dadurch auch der Ort 8" des Sternsam Himmel bestimmt, und diese Bestimmung ist unabhängig vonder Zeit, da sie immer dieselbe bleibt, wie sich auch der Himmel umseine Ape drehen und von welchem Punkte der Oberfläche der Erdeman auch das Gestirn betrachten mag, wenn nur das letzte seinen Ortselbst am Himmel nicht ändert. ' .. .
II. Die Astronomen legen durch diesen Punkt V und durch denMi ttelpunkt O der Erde unter einem bestimmten Winkel von 23^/z Gradgegen den Aequator noch eine andere Ebene, welche daher die Oberflächedes Himmels wieder in einem größten Kreise VIL' I.' schneidet, denman die Ekliptik nennt.
Sie gebrauchen ihn auf eine ähnliche Weise, wie den Aequator, zur