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14 (1862) Vermischte Schriften : Th. 2
Entstehung
Seite
225
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ficht überall deutschen Spiritualismus, sie preistunsre Ehrlichkeit, uusre Tugend, unsre Geistesbil-dung -— sie sieht nicht unsre Zuchthäuser, unsreBordelle, unsre Kasernen — mau sollte glauben,dass jeder Deutsche den ?rix Noutll/oir verdiente— Und das Alles, um den Kaiser zu uergcln,dessen Feinde wir damals waren.

Der Hass gegen den Kaiser ist die Seele die-ses Buches „Ds 1'^I1tZirmAir<z/ und obgleich seinName nirgends darin genannt wird, sieht man doch,wie die Verfasserin bei jeder Zeile nach den Tui-lcricn schielt. Ich zweifle nicht, dass das Buch denKaiser weit empfindlicher verdrossen hat, als derdirekteste Angriff, denn Nichts verwundet einen Mannso sehr, wie kleine weibliche Nadelstiche. Wir sindauf große Schwertstreiche gefasst, und man kitzeltuns an den kitzlichstcn Stellen.

O die Weiber! Wir müssen ihnen Viel ver-zeihen, denn sie lieben Viel, und sogar Viele. IhrHass ist eigentlich nur eine Liebe, welche umgesat-telt hat. Zuweilen suchen sie auch uns Böses zu-zufügen, weil sie dadurch einem andern Manneetwas Liebes zu erweisen denken. Wenn sie schrei-ben, haben sie ein Auge auf das Papier und dasandre auf einen Mann gerichtet, und Dieses giltvon allen Schriftstellerinnen, mit Ausnahme der

Hc ine'S Werke. Bd. XIV.