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14 (1862) Vermischte Schriften : Th. 2
Entstehung
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wic zwitschern die Zeisige so friedlich in ihremdeutschen Nestchen! Ihr seid ein gutes, tugendhaftesVolk, und habt noch keinen Begriff von dem Sit-tenverderbnis, das bei uns herrscht, in der kus äuL-ro."

Die gute Dame sah bei uns nur, was siesehen wollte; ein nebelhaftes Gcistcrlaud, wo dieMenschen ohne Leiber, ganz Tugend, über Schnee-gcfildc wandeln, und sich nur von Moral undMetaphysik unterhalten! Sie sah bei uns überallnur, was sie sehen wollte, und hörte nur, wassie hören und wiedererzählen wollte — und dabeihörte sie doch nur Wenig, und nie das Wahre,eincsthcils weil sie immer selber sprach, und dannweil sie mit ihren barschen Fragen unsrc beschei-denen Gelehrten verwirrte und verblüffte, wenn siemit ihnen diskuricrtc. — „Was ist Geist?" sagtesie zu dem blöden Professor Bontcrwek, indem sieihr dickfleischiges Bein auf seine dünnen, zitterndenLenden legte. „Ach," schrieb sie dann, „wic interessantist dieser Bouterwck! Wic der Mann die Augenniederschlägt! Das ist mir nie passiert mit meinenHerren zu Paris, in der Rue cku Lue!"") Sic

") In der französischen Ausgabe ist hier die Stelleüber den Eindruck der Frau von Stasl ans Schiller (S. 227)eingeschaltet. Der Herausgeber.