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14 (1862) Vermischte Schriften : Th. 2
Entstehung
Seite
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ließ, dass er die verehrte Dame nicht empfangenkönne, sintemalen er sich eben im Bade befände,soll Dieselbe ihm die famose Antwort zurückgeschickthaben, dass Solches kein Hindernis wäre, denndas Genie habe kein Geschlecht.

Ich verbürge nicht die Wahrheit dieser Ge-schichte; aber sollte sie auch unwahr sein, so bleibtsie doch gut erfunden. Sie schildert die Zudring-lichkeit, womit die hitzige Person den Kaiser ver-folgte. Er hatte nirgends Ruhe vor ihrer Anbetung.Sic hatte sich einmal in den Kopf gesetzt, dass dergrößte Mann des Jahrhunderts auch mit der größtenZeitgenossin mehr oder minder idcalisch gepaart wer-den müsse. Aber als sie einst, in Erwartung einesKompliments, an den Kaiser die Frage richtete,welche Frau er für die größte seiner Zeit halte,antwortete Jener: „Die Frau, welche die meistenKinder zur Welt gebracht." Das war nicht galant,wie denn nicht zu läugnen ist, dass der Kaiser denFrauen gegenüber nicht jene zarten Zuvorkommen-heiten und Aufmerksamkeiten ausübte, welche dieFranzösinnen so sehr lieben. Aber diese Letzternwerden nie durch taktloses Benehmen irgend eineUnartigkeit selbst hervorrufen, wie es die berühmteGenferin gethan, die bei dieser Gelegenheit bewies,dass sie, trotz ihrer physischen Beweglichkeit, von einer