allem blühenden Nachtigallen-Wahnsinn der einst sogeliebten Weise hingab. Ich weiß, es war das „letztefreie Waldlied der Romantik," und ich bin ihr letz-ter Dichter; mit mir ist die alte lyrische Schuleder Deutschen geschlossen, während zugleich die neueSchule, die moderne deutsche Lyrik, von mir eröff-net ward. Diese Doppelbedeutung wird mir vonden deutschen Literarhistorikern zugeschrieben. Esziemt mir nicht, mich hierüber weitläuftig auszu-lassen, aber ich darf mit gutem Fuge sagen, dassich in der Geschichte der deutschen Romantik einegroße Erwähnung verdiene. Ans diesem Grundehätte ich in meinen Buche „Os 1'^.IIsinaMs/ woich jene Geschichte der romantischen Schule so voll-ständig als möglich darzustellen suchte, eine Bespre-chung meiner eignen Person liefern müssen. -Indemich Dieses unterließ, entstand eine Lakunc, welcherich nicht leicht abzuhelfen weiß. Die Abfassung einerSelbstcharaktcristik wäre nicht bloß eine sehr ver-fängliche, sondern sogar eine unmögliche Arbeit.Ich wäre ein eitler Geck, wenn ich hier das Gute,das ich von mir zu sagen wüsste, drall hervorhübe,und ich wäre ein großer Narr, wenn ich die Ge-brechen, deren ich mich vielleicht ebenfalls bcwusstbin, vor aller Welt zur Schau stellte — Und dann,mit dem besten Willen der Treuherzigkeit kann kein
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