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Wer sind jene Götter?
Ich weiß nicht, wie sie heißen, jedoch die gro-ßen Dichter und Weisen aller Jahrhunderte habensie längst verkündigt. Sie sind jetzt noch geheim-nisvoll verhüllt; aber in ahnenden Träumen wageich es zuweilen, ihren Schleier zu lüften, und als-dann erblicke ich . . . Ich kann es nicht ausspre-chen, denn bei diesem Anblick durchzuckt mich im-mer ein stolzer Schreck, und er lähmt meine Zunge.Ach! ich bin ja noch ein Kind der Vergangenheit,ich bin noch nicht geheilt von jener knechtischen De-muth, jener knirschenden Selbstvcrachtung, worandas Menschengeschlecht seit anderthalb Jahrtausendensiechte, und die wir mit der abergläubischen Mutter-milch eingesogen ... Ich darf es nicht aussagen,was ich geschaut.. . Aber unsere gesünderen Nach-kommen werden in freudigster Nuhe ihre Göttlich-keit betrachten, bekennen und behaupten. Sie wer-den die Krankheit ihrer Väter kaum begreifen kön-nen. Es wird ihnen wie ein Märchen klingen, wennsie hören, dass weiland die Menschen sich alle Ge-nüsse dieser Erde versagten, ihren Leib kasteitenund ihren Geist vcrdumpften, Mädchenblüthen undJünglingsstolz abschlachteten, beständig logen undgreinten, das abgeschmackteste Elend duldeten . .ich brauche wohl nicht zu sagen, wem zu Gefallen!