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uralte, ursprüngliche Form der Rcisebcschrcibung.Diese wird aber wieder ganz verdrängt, sobaldein Originaldichtcr mit neuen, frischen Roman-fabcln auftritt. In der Literatur, wie in der Po-litik, bewegt sich Alles nach dem Gesetz der Aktionund Reaktion.
Was nun jene zwei Gestalten betrifft, die sichDon Quipote und Sancho Pansa nennen, sich be-ständig parodieren und doch so wunderbar ergänzen,dass sie den eigentlichen Helden des Romans bilden,so zeugen sie im gleichen Maße von dem Kunst-sinn, wie von der Gcistcsticfc des Dichters. Wennandere Schriftsteller, in deren Roman der Heldnur als einzelne Person durch die Welt zieht, zuMonologen, Briefen oder Tagebüchern ihre Zufluchtnehmen müssen, um die Gedanken und Empfin-dungen des Helden kund zu geben, so kann Cervantesüberall einen natürlichen Dialog hervortreten lassen;und indem die eine Figur immer die Rede derandern Parodiert, tritt die Intention des Dichtersum so sichtbarer hervor. Vielfach nachgeahmt wardseitdem die Doppclfigur, die dem Roman des Cer-vantes eine so kunstvolle Natürlichkeit verleiht, undaus deren Charakter, wie aus einem einzigen Kern,der ganze Roman mit all seinem wilden Laubwerk,seinen duftigen Vlüthcn, strahlenden Früchten und