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14 (1862) Vermischte Schriften : Th. 2
Entstehung
Seite
136
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Über den Geist des Cervantes und den Ein-fluss seines Buches habe ich nur mit wenigen An-deutungen reden können. Über den eigentlichen Kunst-Werth seines Romans kann ich mich hier noch we-niger verbreiten, indem Erörterungen zur Sprachekämen, die allzu weit ins Gebiet der Ästhetik hinab-führen würden. Ich darf hier ans die Form seinesRomans und die zwei Figuren, die den Mittel-punkt desselben bilden, nur im Allgemeinen auf-merksam machen. Die Form ist nämlich die derRciscbeschrcibung, wie Solches von jeher die natür-lichste Form für diese Dichtungsart. Ich erinnerehier nur an den goldenen Esel des Apulcjns, denersten Roman des Alterthums. Der Einförmigkeitdieser Form haben die späteren Dichter durch Das,was wir heute die Fabel des Romans nennen,abzuhelfen gesucht. Aber wegen Armuth an Erfin-dung haben jetzt die meisten Romanschrcibcr ihreFabeln von einander geborgt, wenigstens habendie Einen mit wenig Modifikationen immer dieFabeln der Andern benutzt, und durch die dadurchentstehende Wiederkehr derselben Charaktere, Situa-tionen und Verwicklungen ward dein Publikum amEnde die Romanlcktttrc einigermaßen verleidet. Um sichvor der Langweiligkeit abgedroschener Nomanfabclnzu retten, flüchtete man sich für einige Zeit in die