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einer Schule, welche den unbedingten Gehorsamfür den Oberhcrrn sogar poetisch idealisiert hatte.Und dieser Obcrherr war König von Spanien, zueiner Zeit, wo die Majestät desselben die ganzeWelt überstrahlte. Der gemeine Soldat fühlte sichim Lichtstrahl jener Majestät und opferte gern seineindividuelle Freiheit für solche Befriedigung deskastilianischcn Nationalstolzes.
Die politische Größe Spaniens zu jener Zeitmochte nicht wenig das Gcmüth seiner Schriftstellererhöhen und erweitern. Auch im Geiste eines spa-nischen Dichters ging die Sonne nicht unter, wieim Reiche Karl's V. Die wilden Kämpfe mit denMorisken waren beendigt, und wie nach einemGewitter die Blumen am stärksten duften, so erblühtdie Poesie immer am herrlichsten nach einem Bür-gerkrieg. Dieselbe Erscheinung sehen wir in Eng-land zur Zeit der Elisabeth, und gleichzeitig mitSpanien entsprang dort eine Dichterschulc, die zumerkwürdigen Verglcichungcn auffordert. Dort sehenwir Shakspcarc, hier Cervantes als die Blüthcder Schule.
Wie die spanischen Dichter unter den dreiPhilippen, so haben auch die englischen unter derElisabeth eine gewisse Familienähnlichkeit, und wederShakspcarc noch Cervantes können auf Originalität