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14 (1862) Vermischte Schriften : Th. 2
Entstehung
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hoch und sein Herz war weit. Wundersam war dieZauberkraft seiues Auges. Wie es Leute gicbt,welche durch die Erde schauen und die darin be-grabenen Schätze oder Leichen sehen können, sodrang das Auge des großen Dichters durch dieBrust der Menschen, und er sah deutlich, was dortvergraben. Den Guten war sein Blick ein Son-nenstrahl, der ihr Inneres freudig erhellte; denBösen war sein Blick ein Schwert, das ihre Ge-fühle gransam zerschnitt. Sein Blick drang for-schend in die Seele eines Menschen und sprach mitihr, und wenn sie nicht antworten wollte, folterteer sie, und die Seele lag blutend auf der Folter,während vielleicht ihre leibliche Hülle sich herab-lassend vornehm gebürdete. Was Wunder, dass ihmdadurch sehr viele Leute abhold wurden, und ihnauf seiner irdischen Laufbahn nur saumselig beför-derten! Auch gelangte er niemals zu Rang undWohlstand, und von all' seinen mühseligen Pil-gerfahrten brachte er keine Perlen, sondern nurleere Muscheln nach Hause. Man sagt, er habe denWerth des Geldes nicht zu schätzen gcwusst; aberich versichere euch, er wusste den Werth des Gel-des sehr zu schätzen, sobald er kcins mehr hatte.Nie aber schätzte er es so hoch, wie seine Ehre. Erhatte Schulden, und in einer von ihm vcrfasstcn