Druckschrift 
14 (1862) Vermischte Schriften : Th. 2
Entstehung
Seite
96
Einzelbild herunterladen
 

— 96 —

gestellt, und aus frommer Vorsorge darf jetzt inder Nähe der Religion nicht einmal eine Cigarregeraucht werden!" Wahrlich, das Christcnthum wardnie ängstlicher geschützt, als eben jetzt.

Bei dieser Gelegenheit kann ich nicht umhin,dem Gerüchte zu widersprechen, als habe HerrWolfgang Menzel, auf Andrang seiner Kollegen,sich endlich entschlossen, jene Großmuth zu benutzen,womit ich ihm gestattete, sich wenigstens von demVorwurf der persönlichen Feigheit zu reinigen. Ehr-lich gestanden, ich war immer darauf gcfasst, dassmir Ort und Zeit anberaumt würde, wo der Ritterder Vaterlandsliebe, des Glaubens und der Tugendsich bewähren wolle in all seiner Mannhaftigkeit.Aber leider bis auf diese Stunde wartete ich ver-gebens, und die Witzlinge in deutschen Blätternmoguicrten sich obendrein über meine Leichtgläubig-keit. Spottvögcl haben sich sogar den Spaß erlaubt,mir im Namen der unglücklichen Gattin des Dcnun-ciantcn einen Brief zu schreiben, worin die armeFrau sich über die häuslichen Nöthen, die sie seitdem Erscheinen meiner kleinen Schrift zu erduldenhabe, schmerzlich beklagt. Jetzt sei gar kein Aus-kommen mehr mit ihrem Manne, der zu Hausezeigen wolle, dass er ein Held sei. Die geringsteAnspielung auf Feigheit brächte ihn zur Wnth.