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14 (1862) Vermischte Schriften : Th. 2
Entstehung
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sieht gar nicht aus wie Goethe. Und mit nochgrößerer Verwunderung würde man bemerken: dieserHeld des Deutschthums, dieser Vorkämpe des Ger-manismus, sieht gar nicht ans wie ein Deutscher,sondern wie ein Mongole . . . jeder Backenknochenein Kalmuck!

Dieses ist nun freilich verdrießlich für einenMann, der beständig auf Nationalität pocht, gegenalles Fremdländische unaufhörlich loszieht und unterlauter Teutomanen lebt, die ihn nur als einen nütz-lichen Verbündeten, jedoch keineswegs als einenreinen Stammgenossen betrachten. Wir aber sindkeine altdeutsche Racenmäkler, wir betrachten dieganze Menschheit als eine große Familie, derenMitglieder ihren Werth nicht durch Hautfarbe undKnochenbau, sondern durch die Triebe ihrer Seele,durch ihre Handlungen offenbaren. Ich würde gern,wenn es Herrn Menzel Vergnügen machte, ihmzugestehen, dass er ein makelloser Abkömmling Teut's,wo nicht gar ein legitimer Enkel Hcrmann's undThusncldcns sei, wenn nur sein Inneres, sein Cha-rakter, seine Handlungen eine solche Annahme recht-fertigen könnten; aber diese widersprechen seinem Ger-manenthume noch weit bedenklicher, als sein Gesicht.

Die erste Tugend der Germanen ist eine ge-wisse Treue, eine gewisse schwerfällige, aber rührend