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14 (1862) Vermischte Schriften : Th. 2
Entstehung
Seite
62
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von Böscwichtcrn zu sein scheint, die durch Schriftund Wort das Christenthum verbreiten, und dess-halb von den Mandarinen des himmlischen Reichesfür die gefährlichsten Feinde der bürgerlichen Ord-nung und der Moral erklärt werden.

Ja, nächst der Religion ist es die Moral, fürderen Untergang Herr Menzel zittert. Ist er viel-leicht wirklich so tugendhaft, der unerbittliche Sittcn-wart von Stuttgart? Eine gewisse physische Mora-lität will ich Herrn Menzel keineswegs absprechen.Es ist schwer, in Stuttgart nicht moralisch zusein. In Paris ist es schon leichter, Das weiß Gott!Es ist eine eigne Sache mit dem Laster. Die Tu-gend kann Jeder allein üben, er hat Niemand dazunöthig als sich selber; zu dem Laster aber gehörenimmer Zwei. Auch wird Herr Menzel von seinemAeußcrn aufs glänzendste unterstützt, wenn er dasLaster fliehen will. Ich habe eine zu vortheilhaftcMeinung von dem guten Gcschmacke des Lasters,als dass ich glauben dürfte, es würde jemals einemMenzel nachlaufen. Der arme Goethe war nichtso glücklich begabt, und es war ihm nicht vergönnt,immer tugendhaft zu bleiben. Die schwäbische Schulesollte ihrem nächsten Musenalmanach das Bildnisdes Herrn Menzel voransctzen; es wäre sehr be-lehrsam. Das Publikum würde gleich bemerken: er