Ultima, ratio reZis, die sich leicht in eine Ultimiratio i'LAis verwandeln könnte, Etwas auszurichtenvermöchten. In dieser trüben Hinsicht erachte ichdie Herausgabe gegenwärtiger Schrift für ein ver-dienstliches Werk. Ich glaube, der Ton der Mäßi-gung, der darin herrscht, entspricht dem angedeutetenZwecke. Der Verfasser bekämpft mit indischer Ge-duld eine Broschüre, betitelt:
„Über den Adel und dessen Verhältnis zumBürgerstandc. Von dem Grafen M. v. Moltkc,königl. dänischem Kammcrherrn und Mitglied?des Obcrgerichts zu Gottorff. Hamburg, bei
Perthes und Besser. 1830."
Doch wie in dieser Broschüre, so ist auch inder Entgegnung das Thema keineswegs erschöpft,und die Hin- und Widerrede betrifft nur den all-gemeinen, so zu sagen dogmatischen Theil der Streit-frage. Der Hochgeboreue Kämpe sitzt auf seinemTurnierross und behauptet keck die mittelalterlicheZote, dass durch adlige Zeugung ein besseres Blutentstehe als durch gemein bürgerliche Zeugung, erverthcidigt die Gcburtsprivilcgien, das Vorzugs-recht bei einträglichen Hof-, Gesandtschafts- undWaffenämtcrn, womit man den Adligen dafür be-lohnen soll, dass er sich die große Mühe gegebenhat, geboren zu werden, und so weiter; — dagegenHeine'S Werke. Bd. XIV. x>