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Tendenz unserer neuesten Zeit ist, eine jener Ten-denzen, wodurch sie sich von der früheren Kunstpe-riodc unterscheidet. Wir haben große geistige Erobe-rungen gemacht, und die Wissenschaft soll sie alsunser Eigenthum sichern. Diese Bedeutung derselbenhat sogar die Regierung in einigen deutschen Staa-ten anerkannt, absonderlich in Preußen, wo die NamenHumboldt, Hegel, Bopp, A. W. Schlegel, Schleier-macher :c. in solcher Hinsicht am schönsten glänzen.Dasselbe Streben hat sich, zumeist durch Einwirkungsolcher deutschen Gelehrten, nach Frankreich verbrei-tet; auch hier erkennt man, dass alles Wissen einenWerth an und für sich hat, dass es nicht wegen deraugenblicklichen Nützlichkeit kultiviert werden soll,sondern damit es seinen Platz finde in dem Gedan-kenreiche, das wir, als das beste Erbthcil, den fol-genden Geschlechtern überliefern werden.
Herr Menzel ist mehr ein encyklopädischcr Kopfals ein synthetisch wissenschaftlicher. Da ihn abersein Wille zur Wisscnschastlichkcit drängt, so findenwir in seinem Buche eine seltsame Vereinigung seinerNaturanlage mit seinem vorgcfassten Streben. DieGegenstände entsteigen daher nicht aus einem einzigeninnersten Princip, sie werden vielmehr nach einemgeistreichen Schematismus einzeln abgehandelt, aber