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Dramatiker behandelt er keine der kämpfenden Par-teien mit allzn besonderer Vorliebe, und wenn wirEtwas vermissen, so ist es nur der Chorus, der dieletzte Bedeutung des Kampfes ruhig ausspricht. Die-sen Chorus aber konnte uns Herr Menzel nicht geben,wegen des einfachen Umstandcs, dass er noch nichtdas Ende dieses Jahrhunderts erlebt hat. Ans dem-selben Grunde erkannten wir bei einem Buche anseiner früheren Periode, dem Schlcgel'schcn, weit leich-ter den eigentlichen Mittelpunkt, als bei einem Bucheaus der jetzigsten Gegenwart. Nur so Viel sehenwir, der Mittelpunkt des Mcnzel'schcn Buches istnicht mehr die Idee der Kunst. Menzel sucht vieleher das Verhältnis des Lebens zu den Büchernaufzufassen, einen Organisinns in der Schriftwcltzu entdecken, es ist uns manchmal vorgekommen, alsbetrachte er die Literatur wie eine Vegetation —und da wandelt er mit uns herum und botanisiert,und nennt die Bäume bei ihren Namen, reißt Witzeüber die größten Eichen, riecht humoristisch an jedemTulpcnbect, kttsst jede Rose, neigt sich freundlich zueinigen befreundeten Wicsenblümchcn, und schautdabei so klug, dass wir fast glauben möchten, erhöre das Gras wachsen.
Andererseits erkennen wir bei Menzel ein Stre-ben nach Wissenschafttichkcit, welches ebenfalls eine