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13 (1862) Vermischte Schriften : Th. 1
Entstehung
Seite
176
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sic auch cin Spiel, wie es selten bei einer Sängeringefunden wird. Sie und ihr heiteres Golkondawerden mir noch lange vor den Angcn schweben undin den Ohren klingen. Madame Zawadzka ist eineliebliche Lorczza, cin freundlich schönes Mädchcn-bild. Auch Madame Wlodkowa singt trefflich. HerrZawadzki singt den Olivicr ganz vorzüglich, spieltihn aber schlecht. Herr Romanowski gicbt einengutenJohann". Herr Szymkaylo ist ein gar köst-licher Buffo. Aber die Polen haben keinen An-stand! Viel mag der Reiz der Neuheit dazu beige-tragen haben, dass mich die polnischen Schauspielerso sehr ergötzen. Bei jeder Vorstellung, die sie gaben,war das Haus gedrängt voll. Alle Polen, die inPosen sind, besuchten aus Patriotismus das Thea-ter. Die meisten polnischen Edelleute, deren Güternicht gar zu weit von hier entfernt liegen, reistennach Posen, um polnisch spielen zu sehen. Der ersteRang war gewöhnlich garniert von polnischen Schö-nen, die, Blume an Blume gedrängt, heiter bei-sammen saßen und vom Parterre aus den herrlich-sten Anblick gewährten.

Von Antiquitäten der Stadt Posen und desGroßhcrzogthums überhaupt will ich Ihnen Nichtsschreiben, da sich jetzt ein weit erfahrenerer Alterthums-forschcr, als ich, bin damit beschäftigt, und gewiss