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13 (1862) Vermischte Schriften : Th. 1
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Schauspiel und iu der Oper nach leichten, franzö-sischen Mustern; aber doch mit der original-polni-schen Unbefangenheit. Ich Haber leider keine Tra-gödie von ihnen gesehen. Ich glaube, ihre Haupt-force ist das Sentimentale. Dieses bemerkte ich ineiner Vorstellung desTaschenbuchs" von Kotzcbnc,das man hier gab unter dem Titel:Jan Grnd-czinski, Starost von Rama", Schauspiel in dreiAkten, nach dem Deutschen von L. A. Dmuszewski.Ich wurde ergriffen von dem hinreißend schmelzen-den Klagcncrguss der Madame Szymkaylowa, welchedie Jadwiga, Tochter des in Anklagcznstand ge-setzten Starosts spielte. Die Sprache des HerrnWlodek, Liebhaber Jadwiga's, trug dasselbe senti-mentale Kolorit. An die Stelle der tabackschnu-pfcndcn Alten war ein schnupfender Haushofmeister,Tadcusz TclcmpSki", substituiert, den Herr Ze-browski ziemlich unbedeutend gab. Eine unvergleich-liche Anmuth zeigten die polnischen Sängerinnen,und das sonst so rohe Polnische klang mir wie Jta-liänisch, als ich es singen hörte. Madame Skibinskabeseligte meine Seele als Prinzessin von Navarra,als Zetulba imKalifen von Bagdad" und alsAlme. Eine solche Alme habe ich noch nie gehört.In der Sccnc, da sie ihren Geliebten in den Schlafsingt und die bedrängenden Botschaften erhält, zeigte