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13 (1862) Vermischte Schriften : Th. 1
Entstehung
Seite
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diesen Mangel sogar ein Werth gelegt wird, das?nian sich Etwas darauf einbildet; wie von so manchendeutschen adligen Damen geschieht, die nicht Geld-odcr Geisteskraft genug besitzen, um sich über denBürgcrstand zu erheben, und die sich wenigstensdurch Perachtung bürgerlicher Tugenden und Beibe-haltung nichtskostcndcr altadligcr Gebrechen auszu-zeichnen suchen. Auch die Frauen der Polen sindnicht ahncnstolz, und es fällt keinem polnischen Fräu-lein ein, sich EtwaS darauf einzubilden, das? voreinigen hundert Jahren ihr wcgclagcrndcr Ahnherr,

der Raubritter, der verdienten Strafe entgangen

ist. — Das religiöse Gefühl ist bei den deutschenFrauen tiefer als bei den Polinnen. Diese lebenmehr nach außen als nach innen; sie sind heitereKinder, die sich vor Heiligenbildern bekreuzen, durchdas Leben wie durch einen schönen Rcdouten-Saalgaukeln, und lachen und tanzen, und liebenswürdigsind. Ich möchte wahrlich nicht Leichtfertigkeit, undnicht einmal Leichtsinn nennen jenen leichten Sinnder Polinnen, der so sehr begünstigt wird durch dieleichten polnischen Sitten überhaupt, durch den leich-ten französischen Ton, der sich mit diesen vermischt,durch die leichte französische Sprache, die in Polenmit Vorliebe und fast wie eine Muttersprache ge-sprochen wird, und durch die leichte französische Lite-