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jugendlichen Nachbars stand: „Als Herzogin vonMecklenburg ist sie doch nicht so Viel, wie sie alsKönigin aller Herzen war." Ans den rothen Lippeneiner hübschen Brünette laö ich: „Ach! war' ich schonso weit!" — Da donnerten plötzlich die Kanonen,die Damen zuckten zusammen, die Glocken läuteten,Staub- und Dampfwolken erhoben sich, die Jungenschrieen, die Leute trabten nach Hause, und die Sonneging blutroth unter hinter Monbijou.
sBcsondcrs lärmig waren die Vermählungs-fcicrlichkciten nicht. Den Morgen nach der Trauungwohnten die hohen Neuvermählten dem Gottesdienstein der Domkirchc bei. Sie fuhren in der achtspän-nigcn goldncn Kutsche mit großen Glasfcnstcrn, undwurden von einer gewaltigen Menschenmenge bestaunt.Wenn ich nicht irre, trugen die obigen Bedientenan diesem Tage keine Haarbcutel. Des Abends warGratulationSkour, und hierauf Polonaisenball imweißen Saale. Den 27. war Mittagstafel im Rittcr-saale, und des Abends verfügten sich die hohen undhöchsten Personen nach dem Opernhause, wo dievon Spontini zu diesem Feste eigens komponierteOper: „Nnrmahal, oder das Rosenscst im Kaschemir"gegeben wurde. Es kostete den meisten Leuten vieleMuhe, Billette zu dieser Oper zu erlangen. Ichbekam eins geschenkt; aber ich ging doch nicht hin.