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13 (1862) Vermischte Schriften : Th. 1
Entstehung
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Prinzessinnen sind hier ein Hanptgegcnstand der Un-terhaltung in den geringsten Bürgerhäusern. Ein echterBerliner wird auch nie anders sprechen, als „unsre"Charlotte, „unsre" Alcxandrinc, „unser" Prinz Karlu. s. w. sDcr Berliner lebt gleichsam in die königlicheFamilie hinein, alle Glieder derselben kommen ihmwie gute Bekannte vor, er kennt den bcsondern Cha-rakter eines Jeden, und ist immer entzückt, neueschöne Seiten Desselben zu bemerken. So wissendie Berliner zum Beispiel, dass der Kronprinz sehrwitzig ist, und dcsshalb kursiert jeder gute Einfallgleich unter dem Namen des Kronprinzen, und einemHerkules mit der schlagenden Witzkculc. werden dieWitze aller übrigen Herkulesse zugeschrieben.j

Sie können sich also vorstellen, wie sehr hier dieschöne, leuchtende Alexandrine vom Volke geliebt seinmuss; und aus dieser Liebe können Sie sich auch denWiderspruch erklären, der auf den Gesichtern der Ber-liner lag, als sie erwartungsvoll nach den hohen Schloss-fcnsteru sahen, wo unsre Alcxandrinc vermählt wurde.Verdrnss durften sie nicht zeigen; denn es war derEhrentag der geliebten Prinzessin. Recht freuen konn-ten sie sich auch nicht; denn sie verloren Dieselbe.Neben mir stand ein Mütterchen, auf dessen Gesichtzu lesen war: „Jetzt habe ich sie freilich verhcirathct,aber sie vcrlässt mich jetzt." Ans dem Gesichte meines