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13 (1862) Vermischte Schriften : Th. 1
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das Äußere, das Objektive, zum Zweck und zugleichzum Mittel der Verherrlichung. Als aber ein schö-neres und milderes Licht im Orient aufleuchtete,als die Menschen anfingen zu ahnen, dass es nochetwas Besseres gicbt als Sinncnrausch, als diennttbcrschwänglich beseligende Idee des Christcn-thums, die Liebe, die Gcmüthcr zu durchschaucrnbegann: da wollten auch die Menschen diese ge-heimen Schauer, diese unendliche Wchmuth undzugleich unendliche Wollust mit Worten aussprechenund besingen. Vergebens suchte man nun durchdie alten Bilder und Worte die neuen Gefühle zubezeichnen. Es mufften jetzt neue Bilder und neueWorte erdacht werden, und just solche, die durcheine geheime sympathetische Verwandtschaft mit jenenneuen Gefühlen diese letzter» zu jeder Zeit im Ge-müthc erwecken und gleichsam heraufbeschwörenkonnten. So entstand die sogenannte romantischePoesie, die in ihrem schönsten Lichte im Mittelalteraufblühctc, späterhin von: kalten Hauch der Kricgs-und GlaubcnSstürme traurig dahinwelkte, und inneuerer Zeit wieder lieblich ans dem deutschenBoden aufsprosste und ihre herrlichsten Blumenentfaltete. Es ist wahr, die Bilder der Romantiksollten mehr erwecken als bezeichnen. Aber nie undnimmermehr ist Dasjenige die wahre Nomantik, was

Heine's Werke. Bd. Xlll. H