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des wirklichen Chefs von Klio's Archiven, und esschien, als hielt er in den Händen jene ewigenTabletten, worin die strenge Göttin bereits ihreUrtheilssprüchc eingezeichnet. Nur in der Wahl derAusdrücke und in der mildernden Betonung be-kundete sich manchmal die traditionelle Lobpflichtdes Akademikers. Und dann ist Mignet auch Staats-mann, und mit kluger Scheu mufften die Tages-verhältnissc berücksichtigt werden bei der Besprechungder jüngsten Vergangenheit. Es ist eine bedenklicheAufgabe, den übcrstandenen Sturm zu beschreiben,während wir noch nicht in den Hafen gelangt sind.Das französische Staatsschisi ist vielleicht noch nichtso wohl geborgen, wie der gute Mignet meint. Un-fern vom Redner, auf einer der Bänke mir gegen-über, sah ich Herrn Thiers, und sein Lächeln warfür mich sehr bedeutungsvoll bei denjenigen Stellen,wo Mignet mit allzu großer Behagnis von der defi-nitiven Begründung der modernen Zustände sprach— so lächelt Äolus, wenn Daphnis am windstillenUfer des Meeres die friedliche Flöte bläst!
Die ganze Rede von Mignet dürfte Ihnen inKurzem gedruckt zu Gesicht kommen, und die Fülledes Inhalts wird Sie alsdann gewiss erfreuen;aber nimmermehr kann die bloße Lektüre den leben-digen Vortrag ersetzen, der, wie eine tiefsinnige