Gegen den Leibeigenchum. i?z
Endlich wurden die Wilden ausgerottet, oder dochso mürbe gemacht, daß man von ihnen nichts weiter zufürchten hatte; und nun fing ein Eigenthümer nach demgndern an, seinen Hof, wovon er bisher gelebt hatte,seinem Sklaven zu übergeben, und sich von demselben,je nachdem der Boden gut oder schlecht war, die dritteoder vierte Garbe zu bedingen. Andre, welche gelinderoder reicher waren, verheureten ihren ehemaligen Ackernoch wohlfeiler, und nach und nach fing es an garschimpflich zu werden, selbst zu pflügen und zu ackern.Verschiedene zogen in die Städte, und ließen sich ihrePacht dahin liefern; andre baueten Schlösser und han-delten ans gleiche Weise. Beide aber verfuhren gegenihre Sklaven nach Hcrrcnrechte, und Niemand beküm-merte sich um das Schicksal derselben, außer daß dieReligion dann und wann ins Mittel trat, und eine garzu große Grausamkeit verhinderte.
In dieser Lage waren die Sachen, als die gegenwärti-gen Unruhen H entstanden. Die Noth, welche über alles ge-bietet, forderte Leute, Wagen, Lieferungen und Steuren;und -warvon den Höfen, weil man mit demjenigen was aus.der Stadt und den Schlössern erfolgte, nicht den zehntenTheil bestreiken konnte. Nun entstand die ersteFrage: wer solche zu bewilligen und auszuschreibenhaben sollte? Die Eigenthümer sagten: Wir; und dieSklaven antworteten: aber wir halten uns an unsrePacht, und sind überdcm nichts schuldig. Zuletztward, ohne die Frage zu entscheiden, beschlossen: daßman, weil der Krieg so lange nicht währen würde, zurSache schreiten, und thun wollte was man müßte.
Also
*) Zwischen England und Nordamerika. N.