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wir aus der Zahl der Kinder Gottes ausgeschlossen werden?Aber nach ihrer Meinung werden die Mönche allein Kinderdes himmlischen Vaters seyn, und Gott als ihren Vaterallein anrufen dürfen. Was wird dann aus der Kirche?Die wird mit demselben Recht zu den Heiden und Zöllnernverwiesen werden. Denn Christus sagt: „wenn ihr nureuern Freunden freundlich begegnet, welchenLohn könnet ihr dafür erwarten? Thun nichtdasselbe auch die Heiden und Zöllner?" Schönwird es um uns stehen, wenn nur der Christennameu unsbleibet, mag auch das himmlische Erbe von uns genommenwerden. Eben so gründlich ist die Beweisführung des Au-gustin H: Wenn der Herr Hurerei verbietet, so will er,daß wir weder unseres Freundes noch Feindes Gattin ver-führen sollen; wenn er den Diebstahl untersagt, so erlaubter weder des Freundes noch Feindes Beraubung. BeideGebote aber „du sollst nicht stehlen, du sollstnichtehebrechen" — bringt Paulus") mit dem Gebote derNächstenliebe in Verbindung, und sagt, daß sie in der Vor-schrift enthalten sind, „du sollst deinen Nächsten lie-ben als dich selb st." Nun muß Paulus das Gesetz ent-weder falsch erklart haben, oder es geht nothwendig darausdie Verbindlichkeit für uns hervor, Feinde wie Freunde zulieben. Darum stellen sich offenbar alle als Kinder des Sa-tanas dar, welche das gemeinsame Joch der Kinder Gottesso muthwillig abwerfen. Man möchte zweifeln, ob sie mitgrößerer Dummheit oder Unverschämtheit jene Behauptungaufgestellt haben. Denn unter den alten Kirchenlehrerngiebt es keinen, der nicht dieses Gesetz, als völlig unbe-streitbar anerkenne. Nicht einmal in dem Zeitalter des Gre-gorius ist darüber ein Zweifel entstanden, wie man daraussieht, daß er es ohne alles Bedenken unter den göttlichenGeboten mit anführt. Und welche alberne Gründe bringensie vor? „Es sey—sagen sie—für Christen eine zu schwere
i) Oe ctcictriuz LliUsti lib. 1. c. 23. 2) Rom, 13, 8.