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züge desselben rühmte'): „das Gesetz deS Herrn istuntadel haft, und erquickt die Seele; dieBe fehledes Herrn sind richtig, und erfreuen das'Herz;dieGebote desHerrn sind deutlich, und erleuch-ten die Augen :c." Ebenso-): „dein Wort ist mei-nes Fußes Leuchte und ein Licht aufmeinen We-gen;" und gleichen Inhalts ist der ganze Psalm. Dassteht aber kcineswcges mit den Paulinischen Aussprüchen imWidersprüche: welche nicht vom Nutzen des Gesetzes für dieWicdergebornen, sondern von der Wirksamkeit desselben aufden natürlichen Menschen reden. Hier aber besingt derProphet, wie segensreich der Herr durch sein Gesetz dieje-nigen unterweise, die er innen zum Gehorsam tüchtig macht,und gedenkt nicht bloß der Gebote, sondern auch der beige-fügten Gnadenvcrheißung, welche auch das Bittere versüße.Denn was wäre minder lieblich als das Gesetz, wenn esnur durch Forderungen und Drohungen die Herzen erschrecktund ängstigt? Vornämlich bekennt aber David, daß er imGesetze den Mittler gefunden habe, ohne den es keine Freudeund Wonne giebt.
13. Einige, dieses Unterschiedes unkundig, verwerfendie ganze Mosaische Verfassung, und lassen nur die zweiGesctztafeln gelten, weil sie es für unschicklich halten, daßChristen einer Lehre folgen, welche das Amt des Todes ver-waltet. Ein solcher Wahn bethöre uns nicht. Schon Moseserklärte, daß das Gesetz, welches bei Sündern nur denTod wirkt, für die Frommen eine höhere erfreuliche Be-stimmung habe. Denn also sprach er kurz vor seinem Todezum Volke Israels: „Nehmet zu Herzen alle Worte,die ich euch heute bczcugc, daß ihr eurenKindernbefehlet, zu halten und zu thun alles, was ge-schrieben steht im Buche dieses Gesetzes, da esnicht ein vergeblich Wort au euch ift, sondern eu-er Leben." Enthält aber das Gesetz ganz unläugbar das
t) Ps. 19, s> 9. 2) Pf. 119, 105. Z) 5 Mos. Z2, 4«. 47.