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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist/^Denn sie verstehen diese Stelle so: weil es etwas anmaßenderscheinen könnte, daß der Apostel sich allen vorzieht, solenke er ein, und lege den Ruhm davon der Gnade Gottesbei, doch so, daß er sich einen Mitarbeiter derselben ncnneiEs ist zu verwundern, daß so viele sonst gute Menschensich an dieses Splitterchen gestoßen haben. Der Apostelschreibt nicht, daß die Gnade des Herrn nur mit ihm ge-wirkt habe, und macht sich nicht zum Mitarbeiter/ sonderneignet die ganze Ehre der Arbeit allein der Gnade zu durchden Zusatz:nicht ich habe gearbeitet, sondern die GnadeGottes, die mit mir war." Sie ließen sich durch die Dun-kelheit des Ausdrucks irre führen, noch Mehr durch die un-richtige Uebersetzung, welche den griechischen Artikel (chchder hier vormit mir" mit Nachdruck steht, nicht berück-sichtigt hat. Nach einer treuen Ucbersetzung des Urtertcsheißt es nicht, daß die Gnade zugleich mit ihm gewirkt/sondern daß die Gnade, die mit ihm war, alles geleistethabe. Dasselbe lehrt deutlich, wiewohl mit wenig WortenAugustinus:der gute Wille des Menschen geht vielen Ga-ben Gottes, aber nicht allen vorher, ist jedoch selbst einesolche Gabe, weil wie er zum Beweise hinzusetzt ge-schrieben steht"):seine Erbarmung ereilet mich, und sei-ne Barmherzigkeit wird mir folge,u Und zwar ereilt sieden, der nicht will, auf daß er wolle, und dem, der will/folgt sie, damit er nicht vergeblich wolle." Mit ihm stimmtBernhardus^) übercin, der die Kirche also reden läßt:Ziehe den unwilligen, und mache ihn willig; ziehe denLässigen, und mache ihn zum Eilenden."

13. Wir wollen jetzt Äugustin's eigene Worte verneh-men, damit die Pelagianer unserer Zeit/ d. i. die Sophi-sten der Sorbonne, mir nichl den Vorwurf machen, daßdas gesammte Alterthum anderer Meinung sey/ wie sie esihrem Vorgänger Pelagius uachthnn, der auch einst den

1) Pst lt. 23, L. 2) Lertnv 2. ln Lziilici,.