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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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sehuug zu vergegenwärtigen, daß er immer darauf zurück-kommt: der Herr hat's gewollt, darum gebührt mir zudulden, uicbt blos, weil mir nicht zusteht zu widerstre-ben, sondern weil er nichts will, als was gerecht und heil-sam ist. Kurz, uns geziemt, wenn wir ungerechter Weisevon Menschen beleidigt werden, ihre Bosheit, welche nurunsern Schmerz verbittern und uns zur Rache reizen könn-te, zu übersehen, und uns zu Gott zu erheben und für ge-wiß zu erkennen, daß nach seiner gerechten Fügung zuge-lassen und gestattet sey, was irgend ein boshafter Feindgegen uns verübt. Paulus, um uns von Wicdcrvcr-gcltung des Bösen abzuhalten, ermahnt weislich H, wirhätten nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern miteinem geistigen Feinde, dem Teufel, auf daß wir uns zumKampfe rüsten. Aber vor allem heilsam, um alle Regun-gen des Zorns zu stillen, ist die Erinnerung, daß Gott so-wohl den Teufel, als alle Gottlosen waffne zum Kampf,und gleichsam als Kampfrichter throne, unsere Geduld zuüben. Wenn aber Unfälle und Trübsale, die uns drücken,ohne menschliches Zuthun entstehen, so gedenke man derLehre des Gesetzes, daß alles Heilsame aus der Quelle desgöttlichen Segens fließe; alles Unheil sein Fluch sey; undes schrecke uns jener furchtbare Ausspruch^):Werdetihr mir entgegen wandeln, so will ich auch euchentgegen wandel n." DicseWorte strafen unsern Stumpf-sinn, wenn wir nach gemeiner Fleischeslust für zufällig hal-ten , was irgend uns begegnet und weder durch die Wohl-thaten Gottes uns zu seiner Verehrung erwecken, nochdurch seine Züchtigungen uns zur Rene reizen lassen. Daseben war es, warum Jcrcmias und Amos so bitter dieJu-deu straften, weil sie weder Gutes noch Böses von Gottableiteten. Dahin gehört auch des Jesaias AusspruchIch mache das Licht und schaffe d ic F in st c rniß;

t) Epheftr 6, 12. 2) 5 M°s. 28, 1 ?c. 3 Mos. 26, 23. 3) Klaglie-dcr 3, 38. Amos 3, 6. 4) Ies. 43, 7.