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so muß es zuvor gewesen seyn. Wollte jemand fragen, wielange zuvor, so wird er keinen Anfang finden. Denn er selbstbestimmt keinen Zeitraum wenn er spricht: Vater, verkläredeinen Sohn mit der Herrlichkeit, w c l ck e ich vomAnfang bei dir gehabt habe, ehe der Welt Grundgelegt wurde.') Auch dies übergeht Johannes nickt; dennehe er auf die Weltschöpfung kommt, sagt er, im Anfange seydas Wort bei Gott gewesen. Wir setzen demnach abermals fest,daß das von Gott vor Beginn der Zeit empfangene Wort,immer bei ihm gewohnt habe, wodurch dessen Ewigkeit, wah-res Seyn und Gottheit erwiesen werden.
9. Obwohl wir noch die Person des Mittlers nicht be-rühren , sondern bis dahin verschieben, wo von der Erlösunggehandelt werden wird, so gehören doch hierher die Erweise,welche die Göttheit Christi darthnn, da alle darin übercinkom-men müssen, daß Christus das in das Fleisch gekommeneWort sey. Wenn Ps. gesagt wird: Dein Thron oGott bleibet in Ewigkeit, so wollen die Juden einwen-den, daß die Benennung Elohim auch den Engeln und höch-sten Gewalten beigelegt werde. Aber es findet sich nirgendeine ahnliche Stelle in der Schrift, welche einer Kreatur ei-nen ewigen Thron errichte, und er wird nicht blos schlecht-weg Gott genannt, sondern auch ewiger Herrscher. Fernerwird niemanden diese Benennung gegeben, als nur mit Zn-satz, wie es von Mose heißt, er würde dem Pharao wie Gottseyn.2) Ich! gebe zwar zu, daß zuweilen das, was ausgezeichnetvortrefflich ist, göttlich genannt werde; aber aus dem Zusam-menhange erhellet, daß dieses hart und gezwungen sey, undgar nicht paffe. Wenn sie aber in ihrer Hartnäckigkeit behar-ren, so wird doch gewiß von Jesaias Christus zugleich alsGott deutlich genug angeführt, und mit der höchsten Machtgeschmückt, welche allein dem einen Gott zukommt. »Diesist, sagt er, der Name, womit sie ihn nennen wer-den, starker Gott, ewiger Vater :c.« Die Juden wol-
1) Loh. 17, s. 2) 2. Mos. 7, l. 3) J«s. 9, 6.