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ner, so sehr eine solche Zusammcnsiimmuiig so verschiedener, inallen andern Dingen unter sich abweichenden Gemüther unsin Verwunderung setzen muß, indem sie nicht anders als durchhimmlische Kraft hervorgebracht erscheint; so gewinnt diesesdoch noch mehr Gewicht, wenn wir die Goltsccligkeit derer,die so zusammenhielten, betrachten, nicht zwar Aller, son-dern derer, durch welche, nach dem Willen des Herrn, wievon Lichtern, seine Kirche erglänzen sollte.
13. Und mit welcher Gewißheit dürfen wir einer Lcbrehuldigen, welche wir mit dem Blute so vieler heiliger Man-ner befestigt und geheiligt sehen! Sie weigerten sich nicht,nachdem sie solche angenommen, unerschrocken, ja mit großerFreudigkeit dafür in den Tod zu gehen. Sollten wir, wasmit solchem Pfande uns übertragen ward, nicht mit uner-schütterlicher Ueberzeugung festhalten? Es ist also kein gerin-ger Beweis für die Schrift, daß sie mit dem Blute so vielerZeugen besiegelt ward, vorallem wenn wir bedenken, daß sieden Tod erduldeten zum Zeugniß ihres Glaubens, nicht ausfanatischer Schwärmerei, wie zuweilen irrende Geister pflegen,sondern mit festem und beharrlichem, aber besonnenem Eiferfür Gott. Es gibt noch manche andere, nicht schwache Be-weise , wodurch die Würde und Majestät der Schrift nichtblos in frommen Seelen begründet, sondern auch gegen dieTücke der Lästerer trefflich vertheidigt werden könnte, aberwelche ihr doch an sich keinen festen Glauben zu erwerben ver-mögen , so lange nicht der himmlische Vater, durch Offenba-rung seiner Kraft in derselben, ihre Ehre über allen Streiterhebt. Deßhalb wird dann erst die Schrift zur besceligcndcnErkenntniß Gottes in der That genügen, wenn durch das in-nere Zeugniß des heiligen Geistes ihre Gewißheit zuvor be-grünVrt-ftst. Die menschlichen Zeugnisse aber für ihre Wahr-heit werdefth nur dann nicht vergeblich seyn, wenn sie, alsNebenstützcn unserer Schwachheit, jenen erster» und Haupt«sachlichsten ffh zugesellen. Thörigt aber handeln die, welcheden Ungläubigen beweisen wollen, die Schrift sey GottesWort, was nur durch den Glauben erkannt werden kann.