die Warnung des Herrn hören, der lange zuvor unS dieseKünste des Bösen, damit er uns nicht unversehens über-falle , entdeckt und gegen seine Anläufe mit kräftigen Waffenversehen hat. Ucbrigcns, welche Bosheit gehört dazu, demWorte Gottes die Schuld der Empörungen, welche Auf-rührer und Frevler erregen, oder des Sektcnunfugs, wel-chen Betrüger anstifteten, verläumdcrisch beizumcssen! Unddoch ist dieses nichts neues. Elias ward gefragt, ob nichter es sey , der Israel verwirre?H Christus war den Judenein Aufrührer. Den Aposteln wurde Schuld gegeben, daßsie das Volk erregten. Thun diejenigen etwas anders, dieheutzutage alle Unruhen, Tumulte und Streitigkeiten, diegegen uns sich erheben, uns zuschreiben? Welche Antwortsolchen gebühre, lehrt uns Elias; nämlich nicht wir sind es,welche Irrthümer verbreiten oder Aufruhr erregen, sondernsie selbst, die der Kraft Gottes widerstreben. Indessen, wiedieses Eine hinreicht, um ihre Verwegenheit zurückzuweisen,so fordert doch von der andern Seite die Schwachheit der-jenigen Berücksichtigung und Hülfe, welche dnrch solche Vor-würfe leicht erschüttert werden, und irre gemacht nicht sel-ten wanken. Damit dieß nicht geschehe und sie aus ihremStande geworfen werden, mögen sie wissen, daß die Apo-stel zu ihrer Zeit dasselbe erfuhren, was uns jetzt wider-fährt. Es gab Ungelehrte und Leichtfertige, welche zu ih-rem eigenen Verderben das verwirrten, was von Paulusauf göttlichem Antriebe geschrieben war, wie Petrus sagt.^)Es waren Gottcsverächtcr, welche, da sie hörten, daß dadie Sünde geherrscht habe, die Gnade doch viel mächtigergeworden sey, daraus folgerten: so wollen wir in der Sündebleiben, auf daß die Gnade desto mächtiger wcrde.^ Dasie hörten, die Gläubigen seyen nicht unter dem Gesetz, soschrieen sie: Wir wollen sündigen, weil Wir nicht unter demGesetze sind, sondern unter der Gnade. Es gab solche, dieihn einen Sündenlehrer nannten. Viele falsche Apostel tra-ten auf, welche die Gemeinen zerstörten, die er selbst erbauthatte. Einige verkündigten das Evangelium um Haß undHaders willen aus Zank, nicht in guter Meinung, in derboshaften Absicht, seinen Banden neue Trübsale zuzuwen-den.H So gewann das Evangelium in manchen Orten kei-nen Fortgang. Alle suchten das Ihrige, nicht was JesuChristi ist. Andere giengcn hinter sich, Hunde zum Speien,Säue zur Schwemme. Viele zogen die Freiheit des Geistesauf die Lust des Fleisches. Viele Brüder schlichen sich ein,von denen bald nachher die Frommen Gefahren bedrohten.Unter den Brüdern selbst erhob sich mancherlei Zwiespalt.
t)tKSn.lS,t7.1ö. 2)2Pet.Z,tk. 2)Röm.6,1.t4,t5. 4)Phil.t,t5.