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2 (1911)
Entstehung
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ErIäut e > n n g e n.

Zu 5. 73. lieber das „schwarte Könn" vergleiche auch „ EinigeSitten und Gebräuche in den Kreisen Geldern und Kempen."Gesammelt von Dr. Heinz Planes, veröffentlicht in der Zeit-schrift des Vereins für rheinische und westfälische Volkskunde".Elberfeld, ILIO, 2. Heft.

Zu S. 82, V. Der letzte Einsiedler im Büttgen Walde soll Henriensde Floribus gewesen sein, der nach damaliger Sitte eine Zeitlangdas Waffenhandwerk betrieben habeim Hussitenkriege soll er ge-fangen und wunderbarer Weise errettet worden sein. Zum Dankfür seine Errettung habe er 1443 zu Neuß die dritte Regel desHI. Franziskus angenommen und sei darauf Einsiedler geworden.

Au S. 82, VI. N. Hoeker weist in seinen „Stammsagen der Hohenzollernund Welsen" Düffeldorf 1837 nach, daß Erka, von welcherErkelenz den Namen hat, die Herka der märkischen Sagen undAttilas Gemahlin Herka oder Helche ist, daß Erkelenz einst dieKultusstätte eines heiligen Wesens war, das als Nerthus,Frnva, Frika, Fran Gade oder Gaue, Holla, Berchta, Gstara,Era, Herka usw. auftritt, und im Giundc nichts anderes ist, alsdie mütterliche Erdgottheit, der auch schon in den frühestenZeiten die Lieder geweiht sein mochten.

Zu S. 82, VlI. Wer Stalak war nnd gegen wen er kämpfte, weißniemand mehr. Wahrscheinlich aber bezieht sich diese Sage aufdie im Jahre 1333 erfolgte Belagerung nnd Zerstörung derRaubveste Gripekoven. Denn die Geschichte weiß sonst vonkeiner Schlacht in jener Gegend. Gripekoven war ein festesRaubschloß. Zu jener Zeit hausten auf demselben Ritter Goswinvon Davcl, Nrnold von Eaoel und Gtto von Dryell.Es hatten aber Wilhelm, Erzbischof von Eöln. Johann,Herzog von Lothringen, Limburg und Brabant, nebstseinem Sohne Godart, ferner Dicdcrich, Graf von Loen,und Herr zu Heinsberg und Blankenberg, endlich dieMagistrate von Eöln und Nachen ein Landfriedensbündnisgeschlossen, um sich der vielen Raubritter in damaliger Zeit zuerwehren. Sie belagerten im Sommer 1333 lnach einigenEbronisten 1334) auch die Burg Gripekoven und machten siedem Erdboden gleich. Die Steine des Raubschlosses wurden derStadt Erkelenz, weil diese viel Schaden von demselben gelitten,geschenkt. Sie wurden verwandt zum Bau des Brück'entores unddes Turmes am Burgtore inwendig der Stadt Erkelenz. Wiegroßartig aber die Belagerung gewesen, geht daraus hervor, daßder Graf Loen allein 300 bewaffnete Ritter und Knechte, 00Mann zu Pferde und 60 Schützen und noch 1000 kandlcute mitSchüppen und Spaten zu derselben stellte. (S. Grödek, Geschichteder Stadt und des Amtes Dahlen.) Man sieht, daß die Sageeinen historischen Hintergrund hat.

Zu S. 103. XIII. Eäsarins von Heisterbach verfaßte um 1222 seinen„OialoAUS miruculorum" sWundcrgetpräche, ein Lehr- und Lr-bauungsbuch für Novizen in geschichtlichen Zügen, wunderbarenVorfällen, Sagen, Legenden Nnekdoten und Schwanken. Er be-richtet von zahlreichen Teiifelserschcinungen.