106
In der Jülich er Gegend.
weil er sonst weder leben noch sterben kann." Da erwiderteder Ritter« „Nun bin ich gerächt und will ihm verzeihen."Von diesem Augenblicke an verschwand die schreckliche Er-scheinung. (Laeszriu? clinl. mirac. 11,27. A. Kaufmann inden Annalei« des historischen Vereins 47,25.)
XIV.
Her glüliende Stein
(Ans: „Beiträge zur Geschichte von Heinsberg und Umgegend,"von Willst Lückerath, Heinsberg, 1897, 2. 28.
In Pütt bei Waldenrath sah ein Bauer namensHeinrich über seinem Krankenbette einen großen, glühendenStein, der eine gewaltige Hitze ausströmte. Der Kranke littgar entsetzlich darunter und rief: „Seht doch! der Stein übermeinem Kopf wird mich noch ganz verbrennen/ Man holteeinen Priester, der den Sterbenden bat, sich doch zu besinnen,ob er nicht einmal durch einen Stein jemand geschädigthabe. Nach einigem Nachdenken gestand der Kranke, daßer einmal einen Grenzstein versetzt habe, um seinen Acker zuvergrößern. Der Wann bereute seine böse Tat und versprachGenugtuung durch Rückgabe des ungerecht erworbenenGutes; sofort war er von jener (ZZual befreit. (Taesarius«MI mirüc. 11,48. A. Kaufmann in den Annalen deshistorischen Vereins ^7,26.)
XV.
„R,n Llet".
(Mündlich).
Zwischen Straeten, Waldenrath und Hatterath liegt eineStelle im Walde, die mit preißelbeersträuchern bestanden ist.Das Volk nennt diese Sträucher „wilden Buchsbaum" underzählt, daß dort französische Soldaten begraben seien, überderen Gräbern sich die immergrüne Pflanze angesiedelt habe.
XVI.
Das Tüinpelhündchen
«Mündlich).
Die Straße von Straeten nach Tripsrath führt durcheinen Wald, in dessen Mitte einige stille Waldlümpel liegen.In einem derselbe«« hat das Tümpelhündchen seine Heimat,das mit glöckchenheller Stimme bellt und nächtliche Wandereröfters geängstigt hat.