Druckschrift 
2 (1911)
Entstehung
Seite
105
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In der Iiilicher Gegend.

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nicht gar vielen fahren passierte ein Einwohner von Hüns-hoven um die genannte Stunde den Weg, der von Heihovennach Breil führt, da kam die Erscheinung auf ihn zu, under lief von Entsetzen gepeitscht, nach Zareil, wo er ganz inSchweiß gebadet ankam.

XII.

Her verwünschte Ziegenbock.

Lluf dem Kirchhofe zu Tevern geht der Sage nach injeder Nacht von fZ—f Uhr ein großer Ziegenbock umher,der den Kirchhof unikreist und sich dann in einer Ecke des-selben neben einem alten Grabstein niedersetzt. Nachteulenfliegen alsdann um den Kirchturm und schauerlich ertöutihr Gekrächze. Emst kameu mehrere junge Leute von Bauchemher, lustig uud guter Dinge. Bis sie den Ziegenbock erblickte»,glaubte» sie, er gehöre dem Halbwinner auf Münchrath undsei diesem in der Nacht entlaufen. Es stieg in ihnen derGedanke auf, auf dein Ziegenbocke einen nächtlichen Spazier-ritt zu machen. Wirklich setzte sich einer darauf. Der Ziegen-bock aber schleppte ihn durch dick und dünn.. Die anderennahmen Neißaus. Der eine aber mußte den unsauberenRitt wider seinen Willen fortsetzen, bis es f Uhr schlug.Um diese Zeit verschwand der Ziegenbock uud ließ de»jungen Burschen in einer Pfütze zurück.

XIII.

Der feurige Grenzpfahl.

plus: „Beiträge zur Geschichte von Heinsberg und Umgegmd."von Wich. Lückerath. Heinsberg, 1897, S. 28j,

Sit Natheim lag ein Bauer im Sterben; da kam derTeufel und drohte, ihm einen feurigen Grenzpfahl in denMund zu stoßen. Einen Pfahl von gleicher Größe uudForm hatte der Bauer von seinem Ncker in das Land desNitters Gottfried vorgerückt und dadurch sein Eigentum ver-größert. In seiner großen Nngst und Not schickte er seineLeute zii dem Nitter, ließ ihn um Vergebung bitteil undversprach Wiedererstattung des ungerechten Besitzes. Zwei-mal war die Bitte vergebens, und die chjual des Krankenwurde immer größer. Zum dritteumale kommen die Botenunter Tränen: „Ww bitten euch, Herr; um Gotteswillennehmet euer Gut wieder und verzeiht jenem Unglücklichen,