Geldern lande.
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zur seit Friedrichs des Großen auf diesem Gute eine allein-stehende, adelige Dame lebte, deren Lebenswandel nicht derbeste zu nennen war. Dazu kommt noch, daß die Umgebungdes Hofes viel zum Spukhafte» beiträgt, Lluch fand man beideni Umbau und der Erweiterung des Hofes vor fahren einigeDerließe ohne Zugang und einen riesigen unterirdischen Keller.
Zu bestimmten Zeiten geht in mondhellen Nächten eineschwarzgekleidete, verschleierte Dame, „de schwarte Marie",dort um. Mit einem niedlichen Körbchen am Llrme tritt sieaus dem Hinterbau des Schlosses hervor und wandelt amUaude des großen Weihers einher. Naht sich ihr einMensch, so ersaßt sie ihn mil Niesengewalt, schleppt ihn zumWeiher und, wenn seine Kraft zu schwach, versenkt sie ihnin die nassen Fluten, die dort Hausties sei» sollen. Erscheintjemand mit Licht, so ist jene Dame sofort verschwunden.Diu Hofe selbst soll ein vermauertes Zimmer sein, das Zimmerder „schwarten Marie", und dies könne keiner lebend betreten.Ulan erzählt serner: Lluf der dort vorbeiführenden Landstraßeliegt in Dollmondnächten ein großer, schwarzer Klotz, ähnlicheinem dicken Holzscheit. Kommt ihm der nächtliche Wanderernahe, dann richtet er sieb aus und wird zu einem kalbsähnlichenUngeheuer mit Hundekopf, das jenem den Weg versperrt,oder aber schweigend hinter ihm her trottet. Fuhrwerkebleiben plötzlich mitten aus der Landstraße stehen; die Pferdezittern und schwitzen vor Llngst und können nicht zumWeitergehen gebracht werden. Grst das Kreuzzeichen erlöstsie. Sn der Nähe jenes Nittergutes will mancher auch eineOhrfeige von ungewöhnlicher Kraft erhalten haben, ohnezu wissen, woher und wovon. Lindere wollen besondereEinzelheiten dort erlebt haben, die alle aufzuzählen zu weitführen würde.
XV.
S>agen über die anderen umliegenden adeligen
Güter.
slllimdlich.)
l. Llus Haus Semont wohnte früher, so erzählt man,ein Zunker, der freventlich Gottes Sonntage mit wildemZagdvcrgnügen schändete. Wenn das Glöck'lein ihn an seine
es seinen Namen mir Necht trägt, bat aber da'ür eine prächtige Velberggrotte alsInnenschmuck erhalten. Nahebei entspringt eine größere (Quelle, die ihr Wasser zuerst ineinem kleinen Teich ansammelt, dann zur Landstrage hin abfließt; aus dieser schöpftman heute noch häufig bei Rranktieiten, be'onders bei Augenleiden, Wasser, demman im Volksglauben heilsame Araft zuschreibt.