Im Geldernlande.
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„Ihr mögt's für einen Blaumüser,Für eine Nachtherberg ha'n;Ihr wißt ja all die Mirakel,Die in Lützelburg geschah'«."
Frau Mechel, arme Frau Mechel!>vie wird das Herz dir schwer!Das Bildlein würdest du kaufen,kvenn's uni Blut zu kaufen wär'.
„Doch Geld und Nachtherberge?Ivo blieben die Stüber heut?" —Und weiter die Bildlein tragenGen Kempen die Kriegerleut'!
Und Nbcnds, da Frau Mechelvier Stüber in's Lädchcn läßt,
Fast froh wird ihr zu Herzen,Ja tapfer war sie und fest.
V.
„Frau Mechel, was nur deutet's,Daß diese Nacht so klarEuer Kämmerlein erleuchtetvon tausend Lichtern war?"
Frau Mechel mag nichts hören,Sie eilt zum Brunnen fort,
Doch mit der gleichen FrageEmpfängt sie ein Zweiter dort.
Frau Mechel schöpft und schweiget,Man dringt ihr nach in's Haus:„Das sind ja wund're Dinge,
Frau Mechel, so kramt doch aus!"
Da kehrt auch Meister Hendrik,verfrüht von seiner Fahrt;Er staunt der lauten FragenUnd Mechels stiller Nrt.
„Laß ihr es saht ingleichen,kvohl kvunder mag es sein:Ich sah meine dunkle KammerGefüllt mit Lichtes Schein.
„Und mitten im Glänze nahm ichEin Heil'genhäuschen wahr,kvie du's sollst bauen' Hendrik,In der kreide von Kevelaer.