Druckschrift 
2 (1911)
Entstehung
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I.

Derk ,nit dein Beer.

(Nach N. Hocker, die Stammsaacn der kohcnlollcrn und Welsen.Düsseldorf, 1SS7.)

Dm Geldriicheil herrschte der Glaube, Derk mit demBeer^) ziehe nl der Thristnacht um.

II.

Z?ie Lrdinännechcn ?n Ivachtendonk.

(„Der Niederrhein" l878, Nr. 8.)

Die Erdmäunchen oder Lserdmänilchen wohnte» zuWachtendonk unter dem Rathause. Sie hatten einen großenkupfernen Kessel im Besitze, den sie den Bürgern bei Tagezur Benutzung überließen. Dafür mußten diese, wenn sieabends den blank gescheuerten Kessel wieder vor das Rathaushinstellten, ein kleines Geschenk, ein Weißbrot oder dergleichenfür die Erdmänuchen hineinlegen. Der Eigentümer eines

benachbarten Isauses, Sch unterließ einstens diese

pflichr der Dankbarkeit und stellte sogar zum k^ohue denKessel in verunreinigtem Zustande wieder zurück. Darüberergrmimten die Erdmänuchen und trugen während derfolgenden Nacht ihm alles Getreide aus dem Lsause fort.

Bis nun Sch abends die Treppe mit Erbsen bestreute,

um die Erdmänncheu, wenn sie wiederkämen, in der Dunkelheitausgleiten und von der Treppe herunterfallen zu lassen,hatte er es vollends mit ihnen verdorbeil. Sie stahlen ihmnun alles aus dem Lsause weg, so daß er gänzlich verarmte.

Später, als das Morgen-, Mittag- und Abendläuten,welches sie nicht ertrageil konnten, in Wachtendonk eingeführt

*) Angelehnt an Theodorich oder Dietrich llrsinus, zu deutsch Dietrich der Bär.Simrnck führt ihn auf Lreir, den Gemahl und Bruder der Lreia zurück. (Handbuchder deurschen Mythologie, Bonn, 1874, S. WA )