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An den Ufern des Rheines.
Zu frommen Lebens Sitze,
Nach Weer, vor die Abtei,
Kam an der Räuber SpitzeIn wildem WasfenschrciHubejart, — an Bosheit übertrafSein grausam Volk der schlimme Graf.
Den Flücht'gen zum Entsetzen
Das Kloster stieg in Brand
Der Horde zum Ergötzen
Durch des Gbristen Hand.
Des Himmels Rache blieb nicht aus
Die Hand siel ab im blnt'gen Strauß.
I. H. Lcntzcn.
XVI.
Iie hl. Hildegunde von Mecv.
(„Die Heimat" 1876, Nr. 7).
Die Sage geht von Wund zu WundeAus grauer Tage DämmcrzeitDon der Aebtissin Hildegunde,
Der Edelfrau im Brdenskleid.
Des alten Stamms auf Licdbcrgs BesteWar sie ein ehrenwerter Sproß;
Denn jener streckte seine AesteHinüber zn dein Weercr Schloß.^)
Hier haust die Gräsin; — WaldesschattenUmfängt die Burg, bespült vom See.
Bon Glück umblüht, — bei Kind und Gattenverschmerzt sie leicht das Erdenwch.
Doch bald droht ihrem Glück die Klippe,
Die fast ihr Lebensschiff zerschellt:
Es hat der Tod mit scharfer HippeDen Sohn ihr und Gemahl gefällt.
„Nun kannst du, Welt, nicht länger täuschen,
Nicht Wacht noch Glück hat hier Bestand!"
Da knüpft sie im verein von keuschenJnngfrau'n mit dem Herrn ein Band.
Und Jesus zum Gemahl verbündet,
Umschart von edler Fraubi Berein,
Hat sie ein Kloster hier gegründetFür andre, — ging auch selbst hinein.