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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
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205
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Deutschland.

Der Nnumcr blieb ein deutscher LumpUnd kriegt den Adlerorden.

In Reimen dichtet Freiligrath,

Ist keilt Horaz geworden.

Gottlob, der Maßmann spricht kein Latein,Birch-Pfciffer schreibt nur Dramen,

Und säuft nicht schnöden TerpentinWie Roms galante Damen.

O Hermann, dir verdanken wir das!

Drum wird dir, wie sich gebühret,Zu Detmold ein Monument gesetzt;Hab' selber subskribieret.

Kapitel xil.

Im nächtlichen Walde humpelt dahinDie Chaise. Da kracht es plötzlichEin Rad ging los. Wir halten still.Das ist nicht sehr ergötzlich.

Der Postillon steigt ab und eiltJits Dorf, und ich verweilelim Mitternacht allein im Wald,

Ringsum ertönt ein Geheule.

Das sind die Wölfe, die heulen so wild,Mit ausgehungerten Stimmen.

Wie Lichter in der DunkelheitDie feurigen Augen gliimnen.

Sie hörten von meiner Ankunft gewiß,Die Bestien, und mir zur EhreIlluminierten sie den WaldUnd singen sie ihre Chöre.

Das ist ein Ständchen, ich merke es jetzt,Ich soll gefeiert werden!

Ich warf mich gleich in PositurUnd sprach mit gerührten Gebärden:

Mitwölfe! Ich bin glücklich, heutIn eurer Mitte zu weilen,

Wo so viel' edle Gemüter mirMit Liebe entgegenhcnlcn.