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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
171
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Atta Troll.

In der Höhle bei den JungenLiegt der Alte, und er schläftMit dem Schnarchen des Gerechten;

Endlich wacht er gähnend auf.

Neben ihm hockt' Junker Einohr,

Und er kratzt sich an dein KopfeWie ein Dichter, der den Reim sucht;

Auch skandiert er an den Tatzen.

Gleichfalls an des VntcrS SeiteLiegen träumend auf dem Rücken,Unschuldrein, vicrfnß'ge Lilien,

Atta Trolls geliebte Töchter.

Welche zärtliche GedankenSchmachten in der BlütcnscclcDieser weißen Bärenjungfraun?Thränensencht sind ihre Blicke.

Ganz besonders scheint die JüngsteTiefbewegt. In ihrem HerzenFühlt sie schon ein sel'ges Jucken,

Ahnet sie die Macht Kupidos.

Ja, der Pfeil des kleinen GottesIst ihr durch den Pelz gedrungen,

Als sie ihn erblickt — O Himmel,

Den sie liebt, der ist ein Mensch!

Ist ein Mensch und heißt Schuapphähnski.Auf der großen RetirndeKam er ihr vorbeigelaufenEines Morgens im Gebirge.

Hcldenunglück rührt die Weiber,

Und im Antlitz unsres HeldenLag, wie immer, der FinanznotBlasse Wehmut, düstre Sorge.

Seine ganze Kriegeskasse,

Zweiundzwauzig Silbergrvschen,

Die er mitgebracht nach Spanien,

Ward die Beute Esparteros.

Nicht einmal die Uhr gerettet!

Blieb zurück zu PampelunaIn dem Leihhaus. War ein Erbstück,Kostbar und von echtem Silber.