Atta TM,
Dort, in ungestörtem Frohsinn,
Und in ew'ger Jugend blühend,
Residiert die heitre Dame,
Unsre blonde Frau Almude.
Lachend geht sie dort spazierenUnter hohen Sonnenblumen,
Mit dem kosenden GefolgeWeltentrückter Paladine,
Aber du, Herodias,
Sag, wo bist du? — Ach, ich weiß eS!Du bist tot und liegst begrabenBei der Stadt Jernscholayim!
Starren Leichenschlaf am TageSchläfst du in dem Marmorsarge!
Doch um Mitternacht erweckt dichPeitschenknall, Hallo und Hussa!
Und du folgst dem wilden HeerzngMit Dianen und Abrinden,
Mit den heitern Jagdgenossen,
Denen Kreuz und Qual verhaßt ist!
Welche köstliche Gesellschaft!
Könnt' ich nächtlich mit euch jagenDurch die Wälder! Dir zur SeiteRitt ich stets, Herodias!
Denn ich liebe dich am meisten!
Mehr als jene Griechengöttin,
Mehr als jene Fee des Nordens,
Lieb' ich dich, du tote Jüdin!
Ja, ich liebe dich! Ich merk' esAir dem Zittern meiner Seele,
Liebe mich und sei mein Liebchen,
Schönes Weib, Hcrodias!
Liebe mich und sei mein Liebchen!Schleudre fort den blut'gen DummkopsSaint der Schüssel, und genießeSchmackhaft bessere Gerichte,
Bin so recht der rechte Ritter,
Den du brauchst — Mich kummert's wenig,Daß du tot und gar verdammt bist —Habe keine Vorurteile —