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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
132
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Atta Troll,

„Einheit, Einheit ist das ersteZeitbcdürfnis, Einzeln wurdenWir geknechtet, doch verbundenÜbertölpeln wir die Zwingherrn.

„Einheit! Einheit! und wir siegenUnd es stürzt das RegimentSchnöden Mvnvpols! Wir stiftenEin gerechtes Animalreich.

„Grundgesetz sei volle GleichheitAller Gotteskreaturen,

Ohne linterschied des Glanbenslind des Fells und des Geruches,„Strenge Gleichheit! Jeder EselSei befugt zum höchsten Staatsaint,lind der Löwe soll dagegenMit dem Sack zur Mühle traben,

„Was den Hund betrifft, so ist erFreilich ein serviler Köter,

Weil Jahrtausende hindurchIhn der Mensch wie'n Hund behandelt;

„Doch in unserm Freistaat gebenWir ihn: wieder seine altenUnveräußerlichen Rechte,

Und er wird sich bald veredeln.

„Ja, sogar die Inden sollenVolles Bürgerrecht genießen,lind gesetzlich gleichgestellt seinAllen andern Säugetieren,

„Nur das Tanzen auf den MärktenSei den Juden nicht gestattet;

Dies Amendement, ich mach' esIm Jntresse meiner Kamst,

„Denn der Sinn für Stil, für strengePlastik der Bewegung, fehltJener Nasse, sie verdürbenDen Geschmack des Publikums."

Kapitel vn.

Düster in der düstern HöhleHockt im trauten Kreis der SeinenAtta Troll, der Menschenfeind,lind er brummt und fletscht die Zähne: