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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
127
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Atta Troll.

Blüte autochthoncr Bildung,

Liebt er nur die Muttersprache,

Lernte nimmer den JargonDes Hellenen und des Römlings.

Frisch und frei und fromm und fröhlich,Ist verhaßt ihm alle Seife,

Luxus des modernen Waschcns,

Wie dein Tnrnkunstmeister Maßmann.

Am genialsten ist der Jüngling,

Wenn er klettert auf dem Baume,Der entlang der steilsten FelswandAus der tiefen Schlucht emporsteigt,

lind hinaufragt bis zur Koppe,

Wo des Nachts die ganze SippschaftSich versammelt um den Vater,

Kosend in der Nbendkühle.

Gern erzählt alsdann der Alte,

Was er in der Welt erlebte,

Wie er Menschen viel' und StädteEinst geschn, auch viel erduldet,

Gleich dem edlen Laertiaden,

Diesem nur darin unähnlich,

Daß die Gattin mit ihm reiste,

Seine schwarze Pcnclope.

Auch erzählt dann Atta TrollVon dem kolossalen Beifall,

Den er einst durch seine TanzkunstEingeerntet bei den Menschen.

Er versichert, jung und altHabe jubelnd ihn bewundert,

Wenn er tanzte ans den MärktenBei der Sackpfcif' süßen Tonen.

lind die Damen ganz besonders,

Diese zarten Kenncrinucn,

Hatten rasend applaudiertlind ihm huldreich zugeäugelt.

O, der Künstlereitelkeiten!

Schmunzelnd denkt der alte TanzbärAn die Zeit, wo sein TalentBor dem Pnblico sich zeigte.