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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
109
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Zeitgcdichte. 100

Wir lagen nach immer im heimischen BettMit ausgestreckten Knochen.

Wir rieben uns aus den Augen den Schlaf,

Und haben gähnend gesprochen:

Die Welt ist rund. Was nützt eS am End',Zu schaukeln auf müßiger Welle!

Der Weltumscgler kommt zuletztZurück auf dieselbe Stelle."

Aeöichte aus öem Hachlaß

ans den Jahren 18301840.

Dir Flucht.

Die Meeresflnten blitzen,

Bestrahlt vom Mondcnschein.Im schwanken Kahne sitzenZwei Buhlen, die schiffen allein.

II!

Du wirst ja blaß und blasser,Du Herzallerliebste mein!"Geliebter! dort rudert's im Wasser,Mein Vater holt uns ein.""

Wir wollen zu schwimmen versuchen,Du Herzallerliebste mein!"Geliebter! ich hör' ihn schon fluchen,Ich höre ihn toben und schrein.""

Halt nur den Kopf in die Höhe,Du Herzallerliebste mein!"Geliebter! das Wasser, o wehe,Dringt mir in die Ohren hinein.""

Es werden steif mir die Füße,O Herzallerliebste mein!"Geliebter! der Tod muß süßeIn deinen Armen sein.""