Nene Gedichte.
Wir sagten uns viel hundertmal.Daß wir einander lieben;Wir standen an der Straßeneck,lind sind da stehn geblieben.
Die Göttin der Gelegenheit,Wie'n Zöschen flink und heiterKam sie vorbei und sah uns stehn,Und lachend ging sie weiter.
S.
In meinen Tagestränmen,In meinem nächtlichen Wachen,Stets klingt mir in der SeeleDein allerliebstes Lachen.
Denkst du noch Montmorencys,Wie du auf dem Esel rittest,Und von dein hohen SattelHinab in die Disteln glittest?
Der Esel blieb ruhig stehen,
Fing an, die Disteln zu fressen —Dein allerliebstes LachenWerde ich nie vergessen.
4.
(Sie spricht:)
Steht ein Baum im schönen GartenUnd ein Apfel hängt daran,
Und es ringelt sich am AsteEine Schlange, und ich kannBon den süßen SchlangcnangenNimmer wenden meinen Blick,Und das zischelt so verheißend,Und das lockt wie holdes Glück!iDie andere spricht:)
Dieses ist die Frucht des Lebens,Koste ihre Süßigkeit,
Daß du nicht so ganz vergebensLebtest deine Lebenszeit!
Schönes Kindchen, fromme Taube,Kost' einmal und zittre nicht —
Folge meinem Rat und glaube,Was die kluge Muhme spricht.