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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
37
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Nene Gedichte.

ö.

Neue Mclvdiecn spiel' ichAuf der ncngestimmtcn Zither.

Alt der Text! Es sind die WorteSalomvS:DaS Weib ist bitter."

Ungetreu ist sie dem Freunde,

Wie sie treulos dem Gemahle!

Wermut sind die letzten TropfenIn der Liebe Gvldpokalc.

Also wahr ist jene SageVon dem dunklen Siindcufluchc,

Den die Schlange dir bereitet,

Wie es steht im alten Buche?

Kriechend auf dem Bauch, die Schlange,Lauscht sie noch in allen Büschen,

Kvs't mit dir noch jetzt wie weiland,Und du hörst sie gerne zischen.

Ach, es wird so kalt und dunkel!Um die Sonne flattern Naben,

Und sie krächzen. Lust und LiebeIst auf lauge jetzt begraben.

6.

Nicht lange täuschte mich das Glück,Das du mir zngelogen,

Dein Bild ist wie ein falscher TraumMir durch daS Herz gezogen.

Der Morgen kam, die Sonne schien,Der Nebel ist zerronnen;

Geendigt hatten wir schon langst,Eh' wir noch kaum begonnen.

Uta risse.

1.

Meinen schönsten LicbcsantragSuchst du ängstlich zu öcrneiucu:

Frag' ich dauin ob das ein Korb sei?Fängst du plötzlich an zu weinen.