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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
35
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Nene Gedichte.

Sie hat schon in der WiegeZwei junge Katzen erdrückt.

Sie lief mit bloßen FüßenWohl über die Pyrenä'n;

Drauf ließ sie als junge RiesinIn Perpignan sich sehn.

Jetzt ist sie die größte DameIm Fanbourg Saint-Deuis;Sie kostet dem kleinen Sir WilliamSchon drcizehntausend Lonis.

3.

Manchmal, wenn ich bei euch bin,Großgeliebte, edle Dona,Wie erinnernd schweift mein SinnNach dem Marktplatz zu Bologna.

Dorten ist ein großer Brunn,Fönte del Gigante heißt er,Obendrauf steht ein NeptunBon Johann, dem alten Meister.

Hortcnse.

1.

Ehluals glaubt' ich, alle Küsse,Die ein Weib uns giebt und nimmt,Seien uns durch SchicksalsschliisscSchon urzeitlich vorbestimmt.

Küsse nahm ich, und ich küßteSo mit Ernst in jener Zeit,

Als ob ich erfüllen müßteThatcn der Notwendigkeit.

Jetzo weiß ich: überflüssig,

Wie so manche?, ist der Kuß,Und mit leichtern Sinnen küss' ichGlaubenlvs im Überfluß.

2.

Wir standen an der StraßencckWohl über eine Stunde;Wir sprachen voller ZärtlichkeitVon unserm Seelenbuude.