Neue Gedichte.
lind der Berg, wie träumend streckt erSeinen Schattenarm hervor.
Dvch was rief dort? In mein HerzeDringt der Töne Wiederhall.
War es der Geliebten Stimme,
Oder nur die Nachtigall?
38.
Ernst ist der Frühling, seine TränmeSind traurig, jede Blume schautBon Schmerz bewegt, es bebt geheimeWehmut im Nachtigallcnlant.
O, lächle nicht, geliebte Schöne,So freundlich heiter, lächle nicht!O, weine lieber! eine ThrllneKnss' ich so gern dir vom Gesicht.
39.
Schon wieder bin ich fortgerissenVom Herzen, das ich innig liebe,
Schon wieder bin ich fortgerissen —O wüßtest du, wie gern ich bliebe!
Der Wagen rollt, es dröhnt die Brücke,Der Fluß darunter fließt so trübe;Ich scheide wieder von dem Glücke,Vom Herzen, das ich innig liebe.
Am Himmel jagen hin die Sterne,AbZ flöhen sie vor meinem Schmerze —Leb wohl, Geliebte! In der Ferne,Wo ich auch bin, blüht dir mein Herze.
40.
Die holden Wünsche blühen,
Und welken wieder ab,
Und blühen und welken wieder —So geht es bis ans Grab.
Das weiß ich, und das vertrübetMir alle Lieb' und Lust;
Mein Herz ist so klug und witzig,Und verblutet in meiner Brust.