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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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20
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Neue Gedichte.

lind das; wir, mit Pelz bedecketUnd im buntgeschmückten Schlitten,Schcllenklingclnd, peitschenknallcnd,Über Fluß und Fluren glitten.

32.

Durch den Wald im MvndeuschcineSah ich jungst die Elfen reuten;

Ihre Hiirner hört' ich klingen,

Ihre Glöckchen hört' ich läuten.

Ihre weihen Nößlein trugenGiildnes Hirschgeweih und flogenRasch dahin; wie wilde SchwäneKam es durch die Luft gezogen.

Lächelnd nickte mir die Kön'gin,Lächelnd im Vorüberrcutcn.

Galt das meiner neuen Liebe,

Oder soll es Tod bedeuten?

33.

Morgens send' ich dir die Veilchen,Die ich früh im Wald gefunden,lind des Abends bring' ich Rosen,Die ich brach in Dämmrungstunden.

Weißt du, was die hübschen BlumenDir Verblümtes sagen, möchten?

Treu sein sollst du mir am TageUnd mich lieben in den Nächten.

34.

Der Brief, den du geschrieben,Er macht mich gar nicht bang;Du willst mich nicht mehr lieben,Aber dein Brief ist lang.

Zwölf Seiten, eng und zierlich!Ein kleines Manuskript!Man schreibt nicht so ausführlichWenn man den Abschied giebt.

35.

Sorge nie, daß ich verrateMcineLiebe vor der Welt,